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"Seelenkunde" ist eine Wissenschaft über das Erleben und Verhalten des Menschen.

Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen (ψῦχή psyche „Atem [als Lebensprinzip]“, „Seele“, „Gemüt“ sowie λόγος logos „Lehre“) und bedeutet ursprünglich Atemkunde oder Lebenslehre, wird heute üblicherweise jedoch mit „Seelenkunde“ wiedergegeben (im Englischen dagegen „study of the mind“).

Stichworte  aus der "Geschichte" Psychoanalyse nach Sigmund Freud, Tiefenpsychologie von Carl Gustav Jung oder Alfred Adler, Ansätze wie behavioristische, informationsverarbeitendepsychoanalytische/psychodynamische, persönlichkeitspsychologische, entwicklungspsychologische und viele mehr.

Sie könnte untergliedert werden in:

  • Die Allgemeine Psychologie erforscht allgemeingültige Gesetzmäßigkeiten in grundlegenden  psychische Funktionsbereichen, wie Kognition, Wahrnehmung, Lernen,  Gedächtnis, Denken, Problemlösen, Wissen, Aufmerksamkeit, Bewusstsein,  Volition, Emotion, Motivation und Sprache, sowie Psychomotorik.
  • Die Differentielle und Persönlichkeitspsychologie beschäftigt sich im Gegensatz dazu mit den individuellen Unterschieden  in den o. g. Bereichen. Solche Unterschiede werden in Konzepten wie  Persönlichkeitsmodellen, der Intelligenz u. a. erarbeitet. Diese  Differenzen können interindividuell (Unterschiede zwischen Menschen)  oder intraindividuell (Unterschiede, die bei einem Individuum über die  Zeit auftreten) sein. Die Operationalisierung und Messung solcher  Unterschiede wird der Differentiellen Psychologie zugerechnet. Damit ist  sie wichtige Grundlage für die Psychologische Diagnostik.
  • Die Biologische Psychologie (auch Biopsychologie), mit verschiedenen Unterdisziplinen wie z. B.  Physiologische Psychologie, Psychophysiologie, Psychobiologie,  Neuropsychologie oder interdisziplinären Teilgebieten wie  Psychoneuroimmunologie oder Psychoneuroendokrinologie, widmet sich  hingegen den physischen Funktionsbereichen, die sich auf Verhalten und  Erleben auswirken (z. B. Genetik, neuronale Prozesse, v. a. Anatomie und  Physiologie des Gehirns, Sinnesphysiologie, Endokrinologie etc.). Sie  beschäftigt sich zusammen mit der Methodenlehre auch mit der Messung  physiologischer Verhaltenskorrelate (z. B. Gehirnaktivität (z. B.  Ereigniskorrelierte Potentiale), Herzfrequenz, Blutdruck, Elektrodermale  Aktivität, Durchblutungsstatus (z. B. Gesicht), Muskelaktivität etc.)  durch unterschiedliche Verfahren (z. B. Elektroenzephalogramm,  Bildgebende Verfahren, Analyse von Laborparametern etc.). Zusammen mit  der Allgemeinen Psychologie und der Methodenlehre gewinnt auch das  Formulieren und Testen von mathematischen Modellen  biopsychologischer/neuropsychologischer Theorien und die Prüfung von  Hypothesen über neuronale Mechanismen durch Simulation von  Neuronenmodellen (Künstliches neuronales Netz) erheblich an Bedeutung.
  • Die Entwicklungspsychologie untersucht die psychische Wandlung des Menschen von der Empfängnis bis  zum Tod (intraindividuelle Veränderungen, Ontogenese).  Gegenstandsbereiche sind z. B. Faktoren der Entwicklung (Anlage,  Umwelt), Entwicklungsstufen, Entwicklung der Wahrnehmung, der  Psychomotorik, der kognitiven Kompetenzen, des Gedächtnisses, der  Sprache, der Persönlichkeit etc.
  • Die Sozialpsychologie erforscht im weitesten Sinne die Auswirkungen sozialer Interaktionen  auf Gedanken, Gefühle und Verhalten des Individuums („an attempt to  understand and explain how the thought, feeling and behavior of  individuals are influenced by the actual, imagined, or implied presence  of others“, Allport 1968). Gegenstandsbereiche sind z. B. soziale  Aspekte der Wahrnehmung (wie die Wahrnehmung von Personen und  Situationen, Vorurteile, Stereotype, Annahmen und Schlussfolgerungen  über das Verhalten von Menschen u. a.), soziale Aspekte der Emotion (z.  B. Aggression), interpersonale Attraktion, pro-soziales Verhalten,  Einstellungen, Kommunikation oder auch Gruppenprozesse  (Minoritäteneinfluss, Entscheidungsprozesse in Gruppen, Gruppendenken,  Gehorsam (vgl. dazu z. B. das Milgram-Experiment oder das Stanford  Prison Experiment), Gruppenleistung, Intergruppenbeziehungen etc.).

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